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Durchschnittseinkommen in Deutschland

Das Durchschnittseinkommen Deutschland beläuft sich brutto auf 39.615 Euro pro Jahr.

Das verfügbare Netto-Durchschnittseinkommen in Deutschland liegt bei 21.583 Euro im Jahr.

Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst für Vollbeschäftigte beträgt in Deutschland 3.380 Euro.

Die unterschiedlichen Einkommensstatistiken in Deutschland

In der Bundesrepublik Deutschland gibt es normalerweise vier Arten, um das Einkommen der Einwohner zu berechnen. Dazu gehört das Nettoeinkommen, von dem angegeben wird, wie viel Geld einem Haushalt oder einer einzelnen Person abzüglich Steuern und Sozialabgaben pro Monat durch den Arbeitgeber zur Verfügung steht. Beim Angestelltenhaushalt beträgt diese Summe in Deutschland im Durchschnitt 3.224 Euro.

Mit dem verfügbaren Nettoeinkommen wird wiederum angegeben, auf welche Summe der Haushalt oder die Einzelperson nach dem Abzug von lebenswichtigen Kosten wie Miete oder Nahrungsmittel kommt. In der Bundesrepublik Deutschland beträgt das verfügbare Nettoeinkommen eines durchschnittlichen Angestelltenhaushalts 1735 Euro im Monat.

Die dritte mögliche Statistik setzt sich aus dem Nettoeinkommen sowie den Steuerleistungen und sozialen Abgaben zusammen. Darüber hinaus gibt es das Bruttogehalt, das auch die Bezeichnung Brutto-Bruttogehalt trägt und aus den kompletten Personalkosten für Angestellte besteht.

Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte in Deutschland

Von Bedeutung ist das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte. Dieses ergibt sich aus dem Primäreinkommen sowie den finanziellen Sozialleistungen und Transfers, die die Privathaushalte vom Staat erhalten. Hingegen abgezogen davon werden Einkommens- und Vermögenssteuern. Gleiches gilt für Sozialbeiträge und weitere bestehende Transfers, die die privaten Haushalte leisten müssen. Auf diese Weise handelt es sich beim verfügbaren Einkommen um jene Summe, über die die Privathaushalte zum Sparen oder Ausgeben verfügen können.

Verfügbares Durchschnittseinkommen Deutschland 2015

Im Jahr 2015 lag das verfügbare Einkommen der deutschen Privathaushalte bei durchschnittlich 21.583 Euro. Dabei gilt es, zwischen den einzelnen Bundesländern zu unterscheiden. Die höchste Summe hatte der Stadtstaat Hamburg mit 23.862 Euro im Jahr zur Verfügung. Auf den Plätzen 2 und 3 folgten die beiden süddeutschen Bundesländer Bayern mit durchschnittlich 23.658 Euro und Baden-Württemberg mit 23.540 Euro, womit sie klar über dem Bundesdurchschnitt lagen.

Auf weitaus weniger Geld konnten die östlichen Bundesländer Thüringen mit durchschnittlich 18.398 Euro sowie Sachsen-Anhalt mit 18.182 Euro zurückgreifen. Das Schlusslicht in Deutschland bildet Mecklenburg-Vorpommern, in dem den Privathaushalten 2015 im Durchschnitt lediglich 17.700 Euro zur Verfügung standen.

Die genaue Statistik des verfügbaren Durchschnittseinkommens ergab:

1. Hamburg 23.862 Euro
2. Bayern 23.658 Euro
3. Baden-Württemberg 23.540 Euro
4. Hessen 22.309 Euro
5. Rheinland-Pfalz 22.292 Euro
6. Schleswig-Holstein 21.954 Euro
7. Nordrhein-Westfalen 21.336 Euro
8. Niedersachsen 20.823 Euro
9. Bremen 20.729 Euro
10. Saarland 29.303 Euro
11. Berlin 19.095 Euro
12. Brandenburg 18.908 Euro
13. Sachsen 18.691 Euro
14. Thüringen 18.398 Euro
15. Sachsen-Anhalt 18.182 Euro
16. Mecklenburg-Vorpommern 17.700 Euro

Damit ergibt sich eine deutliche Differenz zwischen den westlichen und den östlichen Bundesländern, die am unteren Ende der Tabelle rangieren.

Das Durchschnittsgehalt in Deutschland

Interessante Zahlen liefert auch das Durchschnittsgehalt in Deutschland. So betrug im Jahr 2016 das jährliche Brutto-Durchschnittseinkommen der Vollzeitbeschäftigten 44.436 Euro im Jahr.

Das Netto-Durchschnittsentgelt pro Monat erreichte nach jeweiliger Veranlagung 2015 zwischen 2193 Euro und 2.578 Euro.

Ohne Sonderzahlungen liegt der bundesweite Bruttostundenlohn durchschnittlich bei 21,16 Euro. Auch diese Statistik wird von der Hansestadt Hamburg mit 23,50 Euro angeführt, während Mecklenburg-Vorpommern mit 16,37 Euro das Schlusslicht bildet. An diesem Umstand hat sich in den letzten Jahren nichts verändert.

Darüber hinaus erhielten Männer in Deutschland etwa ein Fünftel mehr Lohn als das weibliche Geschlecht.

Anstieg des Durchschnittseinkommens in Deutschland

Positiv zu vermerken ist der Anstieg des durchschnittlichen Einkommens um 79 Euro pro Jahr seit 2010. Für die Kaufkraft der Bundesbürger ist die Zahl jedoch nicht von Relevanz. So verbleibt den Arbeitnehmern trotz des Lohnanstiegs wegen der Progression netto oft weniger als erhofft.

Jede dritte deutsche Vollzeitkraft erhielt nach Erkenntnissen der Bundesanstalt für Arbeit 2015 zudem lediglich ein Bruttogehalt von 2400 Euro oder noch weniger. Nach Abzug der Steuern bleiben diesen Menschen zum Leben noch 2100 Euro übrig, sofern von ihnen keine Kirchensteuer entrichtet wird.

Auswirkungen des Mindestlohns

In dieser Statistik nicht enthalten sind die Folgen des Mindestlohns. So ergab die neu eingeführte Gehaltsuntergrenze von 8,50 Euro durchaus einen Unterschied. Dabei verdienten vor der Einführung des Mindestlohns manche Arbeitnehmer nur maximal 1100 Euro. Allerdings handelte es sich dabei nur um 1,9 Prozent sämtlicher Arbeitnehmer.

Teilzeitbeschäftigte und Auszubildende kommen in dieser Statistik nicht vor. Ansonsten betrüge die Anzahl der Geringverdiener mit Löhnen unter 1100 Euro sogar 4,2 Millionen.

Die Mehrheit der Bundesbürger mit einem Vollzeitjob erhält jedoch zwischen 1500 und 3800 Euro brutto. Rund 15 Prozent kommen sogar auf mehr als 5100 Euro.

Noch immer ein Gefälle zwischen West und Ost

Obwohl seit der Wiedervereinigung Deutschlands mehr als ein Vierteljahrhundert vergangen ist, besteht nach wie vor beim Gehalt ein spürbares Gefälle zwischen West und Ost. So erhalten ostdeutsche Arbeitnehmer im Durchschnitt mit 16,95 Euro einen um 4,93 Euro geringeren Bruttostundenlohn als die Arbeitnehmer in Westdeutschland. Zumindest die Differenz hat sich gegenüber den Vorjahren ein wenig verringert.

Unterschiede bestehen außerdem beim durchschnittlichen monatlichen Haushaltsnettoeinkommen. Dieses brachte es 2015 in Westdeutschland auf 3.382 Euro pro Monat im Unterschied zu 2.606 Euro im Osten Deutschlands. Das deutsche Mittel betrug im gleichen Zeitraum 3218 Euro.

Ebenso lässt sich aber auch eine Differenz zwischen Nord- und Süddeutschland erkennen. Die niedrigsten Bruttostundenlöhne werden in Mecklenburg-Vorpommern für den Osten und Schleswig-Holstein für den Westen gezahlt. In den süddeutschen Flächenländern fallen die Gehälter wesentlich höher aus als in den norddeutschen Regionen. Bei den höheren Verdienstkosten für die Stadtstaaten Hamburg, Berlin und Bremen ist zu berücksichtigen, dass auch die dortigen Lebenshaltungskosten höher sind.

Vergleich mit den EU-Staaten

Noch größer fallen die Differenzen beim Durchschnittseinkommen aus, wenn ein Vergleich zwischen der Bundesrepublik Deutschland und anderen EU-Staaten erfolgt. Den größten durchschnittlichen Bruttomonatsverdienst für Vollbeschäftigte erzielten innerhalb der Europäischen Union die Dänen mit 4.664 Euro. Auf den Rängen 2 und 3 reihten sich Luxemburg mit 4.246 Euro sowie Irland mit 4.003 Euro ein. Am unteren Ende rangieren die südosteuropäischen Staaten Rumänien mit 527 Euro und Bulgarien mit 436 Euro. Deutschland befindet sich mit durchschnittlich 3.380 Euro auf Platz 7.

Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst der EU betrug 2014 2.634 Euro. Im Vergleich der einzelnen EU-Staaten ergab sich folgende Tabelle:

1. Dänemark 4465 Euro
2. Luxemburg 4246 Euro
3. Irland 4003 Euro
4. Schweden 3755 Euro
5. Niederlande 3544 Euro
6. Großbritannien 3409 Euro
7. Deutschland 3380 Euro
8. Belgien 3346 Euro
9. Finnland 3300 Euro
10. Österreich 2994 Euro
11. Frankreich 2864 Euro
12. Italien 2585 Euro
13. Spanien 2102 Euro
14. Zypern 1873 Euro
15. Malta 1779 Euro
16. Griechenland 1639 Euro
17. Slowenien 1594 Euro
18. Portugal 1264 Euro
19. Estland 1089 Euro
20. Polen 990 Euro
21. Kroatien 989 Euro
22. Slowakei 942 Euro
23. Tschechien 927 Euro
24. Lettland 812 Euro
25. Ungarn 800 Euro
26. Litauen 706 Euro
27. Rumänien 527 Euro
28. Bulgarien 436 Euro

Beim Bruttomonatsgehalt handelt es sich um das gesamte Gehalt, von dem allerdings noch die Steuern sowie der Arbeitnehmeranteil an den Sozialversicherungen abgezogen werden.

Deutschland und die weltweiten Durchschnittseinkommen

Noch umfangreicher fallen die Unterschiede bei einem Vergleich zwischen den weltweiten Durchschnittseinkommen aus. Die höchsten Einkommen auf der Welt erreicht das kleine Fürstentum Monaco. Am wenigsten Geld haben die Menschen auf dem afrikanischen Inselstaat Madagaskar zur Verfügung, der in der Statistik auf dem 89. Platz landet.

Monaco bringt es auf ein jährliches durchschnittliches Einkommen von 126.516 Euro. Gleich dahinter rangieren das kleine Fürstentum Liechtenstein mit 83.381 Euro sowie das skandinavische Norwegen mit 74.478 Euro. Die Arbeitnehmer der USA müssen mit dem neunten Platz vorlieb nehmen und bringen es auf durchschnittliche 51.324 Euro. Auf Rang 17 reiht sich Deutschland mit 39.615 Euro pro Jahr ein.

Ganz unten am Tabellenende liegen Afghanistan mit durchschnittlich 515 Euro im Jahr, die Demokratische Republik Kongo mit 388 Euro sowie Madagaskar mit 361 Euro.

Diese offiziellen Zahlen stammen von unterschiedlichen Einrichtungen wie der OECD, dem IWF (Internationaler Währungsfonds) sowie der Weltbank. Allerdings kommt dabei kein Einheitsverfahren zur Anwendung, welches zwischen Währungsschwankungen, Inflationen und Kaufkraft unterscheidet. Dadurch ergeben sich immer wieder verschiedene Resultate. Aus diesem Grund sind die veröffentlichten Ergebnisse mit gewisser Vorsicht zu genießen.

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