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Russland

Durchschnittseinkommen RusslandUpdate 2019 vom 9.5.2019:

Durchschnittseinkommen Russland

Das Durchschnittseinkommen in Russland lag im Jahr 2017 bei 24.890 internationalen Dollar KKB. Damit landete die Russische Föderation in der Tabelle der Länder nach kaufkraftbereinigten BNE (Bruttonationaleinkommen) pro Kopf auf Rang 55.

Dadurch rangierte Russland noch hinter der Türkei (Platz 52) und Rumänien (54), blieb aber vor Kroatien (56) und Kasachstan (58).

In der Liste der Länder nach BNE ohne Kaufkraftbereinigung (Atlas-Methode) erreichte Russland 2017 mit 9230 US-Dollar nur Platz 74 und blieb damit noch vor China (77), Brasilien (79) und Kasachstan (81).

Die Angabe der Bruttonationaleinkommen erfolgen nach Schätzungen der Weltbank und werden zu offiziellen Wechselkursen (Atlas-Methode) sowie kaufkraftbereinigt (PPP) in US-Dollar sowie in internationalem Dollar angegeben.

Mittleres russisches Einkommen und Gehälter

Das mittlere russische Einkommen lag 2014 bei 31.485 Rubel, was 630 Euro entspricht. In der Nord-West-Region betrug das Durchschnittseinkommen sogar 34.688 Rubel (690 Euro).

Bei den Gehältern zeigten sich regionale Unterschiede. Am besten schnitten die Arbeitnehmer der Autonomen Region Nenezk ab. Sie erhielten 2014 ein Durchschnittsgehalt von 67.100 Rubel, was 1342 Euro entspricht. Auf den Plätzen 2 und 3 rangierten Murmansk mit 40.619 Rubel bzw. 812 Euro sowie St. Petersburg mit 40.747 Rubel bzw. 815 Euro. Deutlich niedriger fiel 2014 das Durchschnittsgehalt in Kaliningrad mit 26.669 Rubel (534 Euro) aus.

Trotz Arbeit blieben viele Russen arm. So erhielten knapp 5 Millionen der russischen Arbeitnehmer lediglich einen Mindestlohn von 7500 Rubel, was etwa 123 Euro entspricht.

Renten in Russland

Durch die große Rentenreform von 2002 war in Russland ein Anstieg der Renten zu verzeichnen. Insgesamt bewegen sie sich jedoch noch immer auf niedrigem Niveau. Grundlage der russischen Rente ist eine Basisrente, die vom Staat finanziert wird, sowie ein kapitalgedeckter und umlagefinanzierter Teil. Komplett finanzieren lässt sich die Rente damit jedoch nicht, sodass die Zuschüsse des staatlichen Pensionsfonds anstiegen.

2008 betrug die Durchschnittsrente des Russischen Rentenfonds rund 130 Euro im Monat. Die Mindestrente lag bei monatlich 60 Euro.

2018 beschloss die russische Regierung das Renteneintrittsalter auf 65 Jahre zu erhöhen. Weil das männliche Durchschnittssterbealter in Russland bei 67,5 Jahren liegt, erhielten die russischen Männer somit durchschnittlich lediglich 2,5 Jahre Rente, was einen Negativrekord unter Ländern mit Rentensystem bedeutet.

Durchschnittsvermögen in Russland

In der Tabelle der Länder nach Vermögen pro Kopf kam Russland 2017 nur auf Platz 77 mit 16.773 US-Dollar pro Erwachsenen. Das Median-Vermögen pro Kopf betrug im gleichen Jahr 3919 Dollar. Damit lag Russland beim Pro-Kopf-Vermögen unterhalb des Weltdurchschnitts von 56.541 Dollar. Beim Durchschnitt des mittleren Vermögens von 3582 Dollar blieb das Land jedoch darüber.

Russische Milliardäre immer reicher

Frohlocken konnten jedoch die russischen Milliardäre. Im Unterschied zur einfachen russischen Bevölkerung landete bei ihnen mehr Geld in der Kasse. Dagegen zogen die russischen Normalbürger Geld von den Banken ab.

Trotz aller Sanktionen durch die USA und EU steigerten die Milliardäre der Russischen Föderation nach Angaben des amerikanischen Finanznachrichtendienstes Bloomberg ihr Vermögen 2018 um 10,8 Prozent. Damit gelang es ihnen sogar noch vor den reichsten amerikanischen und britischen Bürgern zu bleiben, die auf ein Plus von 7 Prozent bzw. 3,4 Prozent kamen.

Als Grund für die Gewinne wurde die Verteuerung des Öls angegeben.

Ursprünglicher Artikel vom 17.10.2012:

Offiziell atmet Russland auf. Nach der Finanzkrise hat die wirtschaftliche Erholung des Landes wieder eingesetzt und die gesunkenen Löhne steigen. Das Durchschnittseinkommen lag 2011 in einigen Branchen sogar bereits wieder über dem Niveau vor der Krise.

Ein Dauerproblem aber besteht weiter: die Armut in Russland. Etwa 20 Millionen Menschen sind direkt davon betroffen. Die Bundeszentrale für Politische Bildung in Deutschland spricht sogar von 50 % der Bevölkerung, die ständig am Rande der Armut balancieren – und das bei 142 Millionen Einwohnern.

So ist in Russland eine feste Unterschicht entstanden, die offiziell mit 7 % (Rosstat, Russisches Amt für Statistik) angegeben wird. Das allerdings sind nur die Angehörigen der untersten offiziellen Einkommensgruppe. Den Anteil von 13 % der Bevölkerung in Armut will die Regierung in diesem Jahr auf 10 % senken. Man verweist darauf, dass im Jahr 2000 noch 42,3 Millionen Russen, also etwa 30 % der Russen, als arm galten. Das monatliche Existenzminimum liegt in Russland etwas über 5.500 Rubel. Das sind gerade einmal 141 Euro.

Das Durchschnittseinkommen in Russland steigt wieder

Nach Angaben der Industrie- und Handelskammer Rhein-Neckar betrug das monatliche Durchschnittseinkommen in Russland im Jahr 2011 knapp 24.000 Rubel. Das sind umgerechnet etwa 580 Euro. Die IHK spricht von einem realen Anstieg von über vier Prozent gegenüber dem Vorjahr, was einem Monatsverdienst von ca. 560 Euro im Jahr 2010 entsprechen würde. Andere Quellen geben nur 500 Euro an (z.B. die Bundeszentrale für Politische Bildung).

Die Unterschiede in der Bewertung können auch durch die starken regionalen Unterschiede und Differenzierungen nach Branchen entstehen. Die Arbeitnehmer in der Hauptstadt Moskau verdienen mit durchschnittlich 43.000 Rubel (etwa 1.100 Euro) fast doppelt so viel wie im Landesdurchschnitt üblich. Dazu steigen die Einkommen in Moskau überdurchschnittlich stark.

Die Unterschiede zwischen Arm und Reich – auch in den Beschäftigtenverhältnissen

An russische Milliardäre, die europäische Fussball-Spitzenklubs kaufen, und Neureiche, die an der Côte d’Azur oder bei den Mailänder Modenschauen sechsstellige Summen ausgeben, hat man sich gewöhnt. Aber die riesige Kluft zu den Ärmsten in Russland besteht auch innerhalb der „normalen“ Einkommensverhältnisse. Die oberen Verdienstgruppen erzielen ein Einkommen bis zum 16,5-fachen der unteren Verdienstgruppen, von denen die letzten drei das Existenzminimum nicht überschreiten.

Ruhig leben können in Russland die Staatsbediensteten. Das Regierungspersonal kommt auf einen Monatsverdient von etwa 88.500 Rubel (ca. 2.300 Euro). Für die Mitarbeiter in den Ämtern fällt der Verdienst dann bis auf 760 Euro im Monat ab. Im Durchschnitt verdienen russische Beamte 1.300 Euro. Diese Zahlen veröffentlichte das Internet-Portal medwedew.de.

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