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Frankreich

Durchschnittseinkommen FrankreichUpdate 2019 vom 15.6.2019:

Durchschnittseinkommen Frankreich

Das Durchschnittseinkommen in Frankreich belief sich im Jahr 2017 kaufkraftbereinigt auf 43.790 US-Dollar KKB pro Kopf. Damit belegte Frankreich im internationalen Vergleich Platz 25.

Dabei blieb Frankreich hinter seinen Nachbarländern Deutschland (Rang 18 mit 51.630 Dollar) und Belgien (Rang 20 mit 48.240 Dollar) zurück, konnte sich aber noch vor Großbritannien (Rang 27 mit 42.560 Dollar) platzieren.

In der Tabelle der Bruttonationaleinkommen (BNE) ohne Kaufkraftbereinigung erreichte die Grande Nation 2017 Rang 29 mit 37.970 US-Dollar. Hier blieb Frankreich nicht nur hinter Deutschland (Platz 21 mit 43.490 US-Dollar) und Belgien (Platz 23 mit 41.790 Dollar), sondern auch hinter Großbritannien (Platz 25 mit 40.530 Dollar) zurück.

Die französischen Durchschnittsgehälter

Nach Angaben des nationalen Instituts für Statistik und Wirtschaftsstudien, Insee, lag das jährliche Durchschnittsgehalt in Frankreich 2015 bei 29.046 Euro netto. Dieser Wert nahm zwischen 2009 und 2015 im Durchschnitt um 0,2 Prozent ab.

Das Bruttogehalt fiel in Frankreich sehr unterschiedlich aus, was von der jeweiligen Berufsgruppe abhing. So schwankte es pro Monat zwischen 2.717 Euro bei den Angestellten, was einer Durchschnittserhöhung von 0,8 Prozent im Jahr entsprach, sowie 5.564 Euro im Monat bei den Führungskräften. Diese konnten einen jährlichen Durchschnittszuwachs von 1,5 Prozent verbuchen.

Die Gehälter werden auch im französischen Durchschnittsnettogehalt wiedergegeben. Dabei erhielten die Führungskräfte im Jahr 2015 durchschnittlich 4141 Euro. Im Unterschied dazu bekamen Angestellte ein Durchschnittsgehalt von 1637 Euro.

Größere Unterschiede sind auch in Frankreich nach wie vor zwischen Mann und Frau vorhanden. So gibt Insee das weibliche Durchschnittsnettogehalt in Frankreich für 2015 mit 2669 Euro brutto an. Dies sind 18 Prozent weniger als die französischen Männer erhalten, die auf 3.239 Euro brutto kommen.

Bei den Führungskräften beträgt der Gehaltsunterschied sogar 19 Prozent. In den mittleren Berufen sind es 13 Prozent, während der Unterschied bei den Angestellten auf 8 Prozent kommt.

Seit 1950 gibt es in Frankreich auch einen Mindestlohn. Er erreichte im Jahr 2017 9,76 Euro in der Stunde. Allerdings stagniert das Lohnniveau im Land schon seit Jahren.

Größere Unterschiede bestehen auch zwischen der Region Paris und dem Rest Frankreichs. So erhalten die Pariser deutlich höhere Gehälter, müssen aber auch mehr für die Lebenshaltungskosten ausgeben.

Rente in Frankreich

In Frankreich liegt das Rentenniveau sogar über dem, was ein Arbeiter dort erhält. So bekommt der französische Durchschnittsrentner sogar 5 Prozent mehr als ein Durchschnittsarbeiter.

Damit lag Frankreich 2015 nach Angaben der Statistikbehörde Eurostat beim Rentenniveau auf Rang 3 hinter Rumänien mit 7 Prozent mehr als der Durchschnittsarbeiter und Griechenland mit einem Plus von 6 Prozent über dem Durchschnittsarbeiter.

Auf dem Privatsektor wird die französische Rente aus einer verdienstabhängigen Rente sowie einer betrieblichen Vorsorge, die auf einem Punktesystem basiert, zusammengesetzt.

Darüber hinaus bietet der französische Staat seit 1956 eine bedürftigkeitsunabhängige Rente mit Beitragsprimat an. Ältere Menschen können ferner ein soziales Mindesteinkommen beanspruchen.

Außerdem gibt es zahlreiche unterschiedliche Einzelsysteme und Sondersysteme, die sich nach den Situationen der jeweiligen Berufsgruppen richten.

Das Durchschnittsvermögen in Frankreich

Nach Angaben von Crédit Suisse lag das Durchschnittsvermögen in Frankreich 2017 bei 263.399 US-Dollar, womit die Grande Nation auf Rang 12 kam, und damit sogar noch vor Deutschland (Platz 20 mit 203.946 Dollar) rangierte.

Als aussagekräftiger gilt jedoch das Median-Vermögen pro Person. Es betrug 2017 in Frankreich 119.720 US-Dollar. Auch hier hatte Frankreich die Nase deutlich vor Deutschland (47.091 US-Dollar), obwohl Deutschland über ein höheres Einkommen verfügt.

Was Bargeld, Immobilien und Wertpapiere anbelangt, liegt der Durchschnittsfranzose vor dem Durchschnittsdeutschen. Zurückgeführt wird dies u. a. auf eine sehr ungleiche Vermögensverteilung.

Außerdem investieren die Franzosen mehr in Immobilien als die Deutschen, die dafür mehr Geld in Betriebs- und Sachvermögen anlegen, sodass das Vermögen häufig in den Unternehmen steckt. Des Weiteren haben die Deutschen einen großen Teil ihres Vermögens im Ausland angelegt.

Ursprünglicher Artikel vom 11.11.2012:

Das Durchschnittseinkommen in Frankreich (Durchschnittsbruttolohn) beträgt nach Angaben der europäischen Statistikbehörde Eurostat 28.847 Euro brutto jährlich. Daraus ergibt sich ein monatlicher Bruttolohn von 2403,91 Euro. In der Industrie und im Dienstleistungssektor liegen die Löhne allerdings noch einmal deutlich höher: So dürfen die Mitarbeiter in diesen Branchen laut Eurostat 32.413 Euro brutto pro Jahr einplanen.

Mindestlohn unterstützt ungelernte Kräfte

In Frankreich gibt es einen Mindestlohn, der SMIC (Salaire minimum interprofessionnel de croissance) genannt wird und insbesondere dazu gedacht ist, ungelernte Kräfte zu unterstützen. Er liegt bei 8,86 Euro die Stunde. Da in Frankreich die 35-Stunden-Woche üblich ist, kommen ungelernte Kräfte auf einen Monatslohn von 1.344 Euro brutto.

Deutliche Unterschiede zwischen den Regionen

In Frankreich lässt sich ein signifikanter Lohnunterschied zwischen den Regionen feststellen. So berichtet die EU-Plattform Stellenboerse.eu, dass der Durchschnittslohn in Paris um 40 Prozent über dem landesweiten Durchschnitt liegt. An der Mittelmeerküste rund um Monaco und im Grenzbereich zu Deutschland verdienen die Menschen demnach ebenfalls über dem landesweiten Durchschnitt. Dafür liegen die Löhne im Binnenraum zum Teil deutlich unter dem Landesdurchschnitt. Wer in Frankreich arbeiten möchte, kann das Durchschnittseinkommen deshalb nur ausgesprochen begrenzt als Referenzwert verwenden.

Frauen verdienen zehn Prozent weniger

Die Frauen in Frankreich verdienen laut einer Statistik der „Süddeutschen Zeitung“ durchschnittlich zehn Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. In Deutschland sind es 17,5 Prozent Differenz. Laut Quelle liegt dies daran, dass Frauen in Frankreich sehr viel seltener sogenannte „Mini-Jobs“ machen müssen, um ihre Kinder erziehen zu können. Hier helfen die Großeltern mit. Allerdings differieren die Gehälter nach Branche deutlich. Im Finanzsektor verdienen Frauen demnach mehr als 30 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. Im Staatsdienst sind sie in manchen Bereichen und insbesondere in den erziehenden Berufen hingegen fast auf Augenhöhe.

Hochqualifizierte in der Industrie und Forschung als Spitzenverdiener

Die höchsten Gehälter verdienen laut der „Zentralen Auslands- und Fachvermittlung“ (ZAV) der Arbeitsagentur die hochqualifizierten Kräfte in Industrie und Forschung in Frankreich. Programmierer kommen demnach auf 2.300 bis 4.200 Euro brutto pro Monat, und Ingenieure können durchschnittlich 3.500 bis 6.000 Euro pro Monat verdienen.

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