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Türkei

Durchschnittseinkommen Türkei

Durchschnittseinkommen in der Türkei

Das jährliche Durchschnittseinkommen in der Türkei liegt bei 9.684 Euro (Stand 2017).

Pro Monat beträgt es 807 Euro.

Die Türkei bewegt sich damit beim Durchschnittseinkommen weltweit im Mittelfeld.

Dabei gibt es deutliche regionale Unterschiede zu verzeichnen.

Türkei auf Platz 41

Im weltweiten Vergleich rangiert die Türkei beim Durchschnittseinkommen auf Rang 41.

Das durchschnittliche Einkommen setzt sich aus der Einwohnerzahl des Landes sowie dem Bruttonationalprodukt zusammen.

Werden sämtliche Gewinne und Verdienste der Landesbewohner durch deren Anzahl geteilt, ergibt sich daraus das Durchschnittseinkommen für jede Person. Es umfasst sämtliche Gehälter und Löhne. Ebenfalls enthalten sind zusätzliche Einkommen wie Kapitalerträge.

Mit Rang 41 bewegt sich die Türkei noch vor Staaten wie Rumänien (Platz 43 mit durchschnittlich 8852 Euro pro Jahr (Stand 2017)), Russland (Rang 45 mit 8170 Euro (Stand 2017)) und China (Platz 46 mit 7692 Euro (Stand 2017)).

Starke regionale Unterschiede in der Türkei

Beim türkischen Durchschnittseinkommen sind deutliche regionale Unterschiede zu verzeichnen.

Das meiste Geld steht den Bewohnern der Metropole Istanbul mit 35.000 Lira zur Verfügung. Dies entspricht 10.437 Euro.

Auf Platz 2 kommt Westanatolien. Dort befindet sich mit Ankara die Hauptstadt des Landes, in der ein starkes Wirtschaftsleben herrscht.

Eine weitere wichtige Einkommenshochburg ist die Ägäisregion, in der der Tourismus eine entscheidende Rolle spielt.

Am untersten Ende der Einkommenstabelle liegt Südanatolien, das stark von der Landwirtschaft abhängig ist. Das jährliche Durchschnittseinkommen beträgt dort nur 17.346 Lira (5172 Euro).

Die Gehälter in der Türkei

Einem Vergleich mit den EU-Ländern im Westen halten die Gehälter in der Türkei nicht stand.

Seit dem 1. Januar 2016 beträgt der türkische Mindestlohn 1300 Lira, was 387 Euro entspricht.

Am 1. Juli 2016 fand eine weitere Erhöhung um sechs Prozent statt. Weil in der Türkei jedoch eine hohe Inflation herrscht, bleibt dem Arbeitnehmer von der Erhöhung nicht viel übrig.

Spärliche Lohnerhöhungen

Im Vergleich zu den Vorjahren fielen die Lohnerhöhungen seit 2017 aufgrund der wirtschaftlich schwierigen Lage in der Türkei geringer aus.

So stagnieren die Exporte, und auch in der Türkei selbst sind Absatzprobleme zu verzeichnen.

Außerdem wurde die türkische Lira stark abgewertet.

Die Möglichkeiten für größere Gehaltssteigerungen sind in der Türkei stark eingeschränkt. In manchen Unternehmen musste sogar komplett auf eine Lohnerhöhung verzichtet werden, um damit dem Abbau von Arbeitsstellen entgegenzuwirken.

Überdurchschnittlich fallen die Lohnerhöhungen in der Versicherungsbranche, der Autoindustrie und dem Einzelhandel aus.

Dagegen litten der Tourismus und die Immobilienbranche besonders unter den wirtschaftlichen Schwierigkeiten aufgrund zurückgehender Besucherzahlen.

Geringere Lebenshaltungskosten

Die Lebenshaltungskosten in der Türkei fallen verglichen mit Deutschland wesentlich geringer aus. Statistisch bewegen sie sich bei 1200 Euro im Monat.

Vor allem in Istanbul sind sie deutlich höher als im Rest des Landes. So reichen in den ländlichen Gebieten 700 Euro zum Leben meist aus.

Auch für die Mieten müssen in Istanbul durchschnittlich 700 Euro gezahlt werden, während in anderen Städten 100-Quadratmeterwohnungen zwischen 400 und 500 Euro erhältlich sind.

Prekäre Lage der Rentner

Wenig verbessert hat sich die Lage der Rentner in der Türkei. Auch dort spielt das Thema Altersarmut eine immer größere Rolle.

Nach einer Umfrage des türkischen Verbands der Rentner aus dem Jahre 2012 sind über 84 Prozent der Befragten der Ansicht, dass ihre Rente nicht zum Leben reicht.

73,4 Prozent von ihnen verfügen über keine zusätzliche Einnahmequelle.

Zumindest 28,8 Prozent können dagegen auf finanzielle Hilfen von dritten Personen wie Kindern oder Angehörigen zurückgreifen.

Darüber hinaus sind zahlreiche türkische Familien verschuldet. So leben etwa 34,9 Prozent der Türken dicht an der Armutsgrenze oder liegen sogar unter ihr.

Das meiste Geld geben die Rentner für Lebensmittel aus. Bei 14 Prozent verschlingen die Kosten für die Nahrungsmittel sogar ihre gesamte Rente.

Bei weiteren 38 Prozent ist es die Hälfte ihres Einkommens.

Rund 60 Prozent der türkischen Rentner sind auf Lebensmittel ihrer Verwandten angewiesen.

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