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Durchschnittseinkommen in Mecklenburg-Vorpommern

Das Durchschnittseinkommen Mecklenburg-Vorpommern beträgt 17.700 Euro im Jahr.

Damit ist das nordöstliche Bundesland Schlusslicht in Deutschland.

In Mecklenburg-Vorpommern fällt das Durchschnittseinkommen gering aus

In keinem deutschen Bundesland ist das durchschnittliche Einkommen der Einwohner so niedrig wie in Mecklenburg-Vorpommern. So standen ihnen nach Angaben des Statistischen Bundesamtes im Jahr 2015 lediglich 17.700 Euro zur Verfügung.

Im Bundesdurchschnitt werden damit in der nordöstlichen Region nur 82 Prozent des verfügbaren Jahreseinkommens, das 21.500 Euro beträgt, erreicht.

Zu den verfügbaren Einkommen zählen zusammen mit den Nettolöhnen und den Nettogehältern auch Pensionen, Renten sowie soziale Leistungen. Es stellt die verfügbare Geldmenge dar, die die Bewohner des Landes zum Sparen oder Konsumieren zur Verfügung haben.

Im Vorjahr lag der Wert bei 81,9 Prozent, sodass nur geringe Fortschritte bei der Angleichung zu verzeichnen waren.

Am höchsten fiel das Durchschnittseinkommen dagegen in Hamburg aus. So kamen die Hanseaten auf 23.682 Euro.

Mecklenburg-Vorpommern schon seit längerem Schlusslicht

Bereits seit 2009 bildet Mecklenburg-Vorpommern das Schlusslicht in Deutschland, was das verfügbare Einkommen anbelangt. Seinerzeit wurde das Bundesland im Nordosten vom bisherigen Schlusslicht Sachsen-Anhalt überholt.

Schon zu Zeiten der DDR war Mecklenburg-Vorpommern eher eine rückständige Region. Zu den Haupteinnahmequellen des Landes, das ungefähr 1,7 Millionen Einwohner hat, gehört in erster Linie die Landwirtschaft. Seit der Wiedervereinigung Deutschlands spielt zudem der Tourismus eine wichtige Rolle in der Region.

Die größte Stadt des Bundeslandes ist Rostock mit rund 200.000 Bewohnern. Die Hansestadt Hamburg erreicht allein genauso viele Einwohner wie das gesamte Bundesland Mecklenburg-Vorpommern.

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Im Jahr 1991 waren noch 71.000 Menschen in MV für den Agrarsektor tätig. In der heutigen Zeit beträgt ihre Anzahl nur noch 21.000.

Angestiegen ist dagegen die Anzahl der Touristenunterkünfte innerhalb der letzten 15 Jahre. So wuchsen sie von 950 auf 2600 an.

Das industriearme Land gilt im Vergleich mit den anderen neuen Bundesländern als verhältnismäßig arm. Die Arbeitslosenquote in Mecklenburg-Vorpommern liegt bei 8,5 Prozent.

Auch die Gehälter in MV unter dem Durchschnitt

Der Lohn in Mecklenburg-Vorpommern liegt in den meisten Branchen unter dem Durchschnitt. Die Spitzenwerte erzielten der Handel mit durchschnittlich 28.000 Euro sowie der Energie-Bereich mit 36.000 Euro.

Immerhin konnte MV 2015 beim Durchschnittsverdienst mit einem Bruttojahresgehalt von 39.377 Euro die rote Laterne an Sachsen-Anhalt abgeben, das nur 38.309 Euro im Jahr erreichte.

Regionale Unterschiede

Große Unterschiede beim Durchschnittseinkommen bestehen zwischen den einzelnen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns. Nach Angaben des Statistischen Amtes Mecklenburg-Vorpommern konnten die Bewohner des Landkreises Ludwigslust-Parchim 2013 über 17.968 Euro verfügen. Dagegen brachten es die Einwohner der kreisfreien Stadt Rostock im Durchschnitt nur auf 16.018 Euro.

Unterschiede bestanden erneut zwischen Männern und Frauen. Während Männer in Mecklenburg-Vorpommern durchschnittlich einen Bruttolohn von 2.187 Euro im Monat erhalten, bekommen Frauen 1.636 Euro.

Das höchste verfügbare Einkommen des Bundeslandes können die Menschen in der Landeshauptstadt Schwerin mit 16.548 Euro pro Einwohner verbuchen. Durchschnittlich fällt das Einkommen in den Landkreisen höher aus als in den kreisfreien Städten.

Gehälter nach Berufen

Zu beachten sind auch die Differenzen zwischen den einzelnen Berufen. Am besten schnitten in MV die Ärzte ab. Sie brachten es auf ein Durchschnittseinkommen von jährlich 62.003 Euro.

Auf den Plätzen 2 und 3 rangierten Bankangestellte mit 54.670 Euro und Marketing-Mitarbeiter mit 46.776 Euro.

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