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Durchschnittseinkommen in Angola

Das Durchschnittseinkommen Angola beträgt 4.060 US-Dollar im Jahr bzw. circa 338,33 US-Dollar im Monat (Bruttonationaleinkommen 2011 je Einwohner, Quelle: Weltbank).

Wirtschaftliche Entwicklung Angolas

Der 27 Jahre währende Bürgerkrieg brachte die Wirtschaft Angolas fast vollständig zum Erliegen. Seit der Unabhängigkeit hat das Land sich zu einer wachstumsstarken Volkswirtschaft entwickelt. 2003 lag das Wirtschaftswachstum bei 3,3 Prozent und steigerte sich zwischen den Jahren 2005 und 2008 um jeweils 20 Prozent. Das Sinken der Erdölpreise bewirkte 2009 einen Rückgang auf 2,9 Prozent. 2011 wurde ein Wachstum von 3,7 Prozent gemeldet.

Inflation bei 10 Prozent

Nach Kriegsende war die Inflation auf über 100 Prozent gestiegen. 2012 betrug die Inflationsrate 10 Prozent. Die Auslandsverschuldung hatte 2011 einen Stand von 19,74 Milliarden US-Dollar. Die Arbeitslosenquote liegt bei geschätzten 50 Prozent. Offizielle Zahlen liegen nicht vor.

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Von den Erwerbstätigen sind rund 85 Prozent in der Landwirtschaft tätig. Allerdings kann als Folge des Bürgerkrieges wegen der Landminen nur ein Sechstel der landwirtschaftlichen Fläche Angolas genutzt werden. Nach der Kaufkraftparität wurde 2011 ein Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 115,9 Milliarden US-Dollar erwirtschaftet. Die Landwirtschaft hatte daran einen Anteil von 9,6 Prozent. Auf die Industrie entfielen 65,8 Prozent.

Weniger Abhängigkeit vom Erdöl

Neben Ressourcen an Diamanten und Mineralien verfügt Angola über hohe Erdölvorkommen. Die Regierung bemüht sich um eine Diversifizierung, um unabhängiger von der Förderung von Erdöl und Diamanten und der damit verbundenen Schwankungen des Weltmarktpreises zu werden. Seit 2012 existiert ein „Unabhängiger Fonds“, der mit 5 Milliarden US-Dollar Startkapital ausgestattet wurde. Mit dem Geld, das aus Erdölerlösen stammt, soll in die Infrastruktur des Landes investiert werden.

Wichtige Handelspartner

Angola hat 2011 Waren im Wert von 65,63 Milliarden US-Dollar exportiert und für 24,76 Milliarden US-Dollar Waren eingeführt. Bedeutende Export-Partner sind die USA und China, gefolgt von Taiwan und Frankreich. Importiert wird vor allem aus Südkorea, Portugal, den USA und Südafrika. Deutschland war vor der Unabhängigkeit ein wichtiger Lieferant des Landes. 2011 wurde nur noch ein Anteil von 1,6 Prozent erreicht.

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